Geschichte des Burgseevereins


Der Burgäschisee ist ein Toteissee, welcher nach Abzug des Rhonegletschers am Ende der letzten Eiszeit entstanden ist. Schon von den Pfahlbauern wurde die Umgebung des Sees als Lebensraum genutzt. Zahlreiche archäologische Funde belegen dies eindrücklich.

 

Im Jahre 1108 beschenkte Agnes von Rheinfelden, die Frau von Herzog Berchtold II. von Zähringen das Kloster St. Peter im Schwarzwald mit Rechten und Gütern, so auch mit dem Burgäschisee und der Pfarrkirche von Seeberg. Das Kloster St. Peter im Schwarzwald gab den See verschiedenen Familien zu Lehen und teilte ihn dazu in verschiedene Flächen auf.

Im Jahr 1265 übernahmen Ulrich und Hartmann vom Kloster St. Peter im Schwarzwald einen Teil des Sees zu Lehen. Welche Familien sonst noch den See zu Lehen bekamen, ist unbekannt.

(Quelle: Textauszug Maturaarbeit Sina Grossenbacher, 2012)

 

Es wird vermutet, dass im Spätmittelalter das Kloster St. Peter den See den ortsansässigen Bauern zur Nutzung verpachtete.

Nach der Reformation der an den See angrenzenden Berner Gemeinden verlor das Kloster St. Peter einen Teil seines Besitzes welcher zum Eigentum der Gemeinde Seeberg überging.

 

Mit der Gründung des Schweizer Bundesstaates 1848 entfielen dann auch auf Solothurner Seite die Ansprüche des Klosters.

Um die Jahrhundertwende (ca. 1895) liessen sich die ersten ehemaligen Pächterfamilien des Klosters im Grundbuch des Kantons Solothurn als Seebesitzer eintragen. Es waren damals acht Parteien, die sich als Mitbesitzer eintragen liessen. Auch heute noch wird der private Seebesitz auf Solothurner Seite nach wie vor in Achteln gerechnet.

Durch Erbteilung, Verkauf oder Schenkungen sind dies heute mehr als 60 einzelne Besitzer.

 

Die Industriealisierung ende des 19. und anfang des 20. Jahrhunderts bescherte den Menschen mehr Freizeit, welche gerne am Burgäschisee verbracht wurde. So entstand die Bootsvermietung, das Restaurant Seeblick und das Strandbad wurde eröffnet und erste Ferienhäuschen gebaut. Um dem zunehmenden Ungleichgewicht zwischen Natur und menschlicher Nutzung entgegenzuwirken, haben sich die Privatbesitzer des Burgseevereins zusammengeschlossen und 1939 den Burgseeverein gegründet.

Wie damals vor mehr als 80 Jahren setzt sich der Burgseeverein auch heute für das einzigartige Naherholungsgebiet ein und will dafür sorgen, dass es für Menschen, Tiere und Pflanzen ein gutes Neben- und Miteinander gibt und das Naturjuwel "Burgäschisee" erhalten bleibt.

Unsere Aufgaben sind folgende:

 

  • den Burgsee, dessen Ufer und die Umgebung in ihrer natürlichen Beschaffenheit zu schützen sowie Flora und Fauna zu erhalten.
  • Die Verunreinigungen des Sees und der Ufergebiete wie auch Beschädigungen und Störungen aller Art zu bekämpfen.
  • Den Fischbestand zu halten, die Fischerei sowie Benützung des Sees zu Sport und anderen Zwecken zu ordnen.
  • Das Verständnis und Interesse am See bei den Gemeinden und Landbesitzern im Einzugsgebiet zu wecken und die Zusammenarbeit zu fördern.
  • Die See-und Uferaufsicht selbstständig oder in Zusammenarbeit mit dem staatlichen Naturschutz auszuüben.

Unsere Statuten finden Sie hier->